Spätestens seit dem Jahr 2012 kam es in den Beziehungen zwischen EU und Russland erneut zu einer immer tiefergreifenden Entfremdung. (Kultur)politisch begann ein Auseinanderdriften, das sich in einem tiefen Vertrauensverlust, dem Abbruch offizieller bi- und multilateraler Beziehungen im institutionellen Kulturbereich fortsetzte und de facto zu einem Zusammenbruch des russisch-belarussisch und europäischen Kulturnetzwerkes in Folge der militärischen Invasion Russlands in der Ukraine im Februar 2022 führte.
Es sind gerade jene russischen und belarussischen Künstler*innen betroffen, die sich nicht von einem aktuell herrschenden System vereinnahmen lassen wollen. Gerade sie, die weiterhin in Russland oder Belarus leben, werden im eigenen Land zunehmend als Vertreter*innen einer vermeintlich dekadenten „West-Kunst“ verpönt, riskieren drakonische Strafen für nonkonformistisches, kritisches künstlerisches Schaffen und leben und arbeiten zunehmend vom Westen isoliert und unbekannt.
„Nicht wir sind unheimlich, sondern das Leben“, so drückt es Mikhailim Film White Snail angesichts seiner Gemälde aus. Mikhail Senkov istein belarussischer Maler, der in eben jenem Film sich selbst spielt.Anlässlich des Kinostarts des preisgekrönten Spielfilms von ElsaKremser und Levin Peter präsentiert die Ausstellung ausgewählteArbeiten des Künstlers erstmals in Österreich.Kuratiert von Astrid Peterle und Simon Mraz.
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